Özdemir’s Ramschpreis Vorstoß

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Zum Jahresabschluss 2021 noch ein paar Gedanken zum Thema Lebensmittel und Wertschättzung. die Herr Özdemir mittlerweile (Grüner) Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, durch seine Äußerungen zum Thema Lebensmittel Ramschpreise losgetreten hat.

Zwei Dinge stören mich an der Diskussion eher gesagt dem Shitstorm.
1. Wir empören uns lieber als das wir dem anderen Zuhören und uns auf ein Diskussion einlassen wollen. Mir scheint es es geht mehr darum das meine Meinung bestätigt wird, und nicht darum, gemeinsam weiter zu kommen in der Sache, um die es geht. So spielt die Äußerung von Herrn Özdemir aus dem gleichen Interview, Vorgaben für die gesündere Zusammensetzung von Fertigprodukten anzustreben kaum eine Rolle, wobei diese zu begrüßen ist.
Hier noch ein unaufgeregter Artikel aus der Zeit zum Thema.
2. Wir schreien gleich immer unfair! wie kleine Kinder. Nur weil sich was ändert und wir denken wir haben einen Nachteil dadurch.

Alles hängt mit Allem zusammen

Das sich was ändern muss steht für mich außer Frage. Was und wie darüber kann diskutiert werden. Solange es eine Diskussion ist. Denn auch billige Lebensmittel haben ihren Preis. Den bezahlen die Bauern, die Tiere und die Umwelt, auch wenn dieser in dem Killo Schweinschnitzel für 7,58€ bei Aldi Süd nicht eingepreist ist. Ob es um Tierwohl, Überdüngung oder Antibiotikaresistenzen geht. Die negativen Auswirkungen unseres luxuriösen Lebensstil kommen früher oder später zu uns zurück und die zahlen wir alle. Bewusst oder unbewusst.

Ja Lebensmittel, vor allem Grundnahrungsmittel sollten nicht nur für sog. besserverdinenende Bio-Deutsche erschwinglich sein, aber es gibt viele Stellschrauben um Lebensmittel sinnvoll zu nutzten und deren Produzenten Wertschätzung entgegen zu bringen. Der Preis ist eine davon.

  • jährlich landen 75kg Lebensmittel Pro Person im Müll. Davon sind laut Verbraucherzentrale ca 44% vermeidbar: durch bessere Lagerung, gezielteren Einkauf und besserer Resteverwertung. Dies entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel
  • Millionen Tonnen an Gemüse und Obst landen nicht im Handel, weil es nicht dem (vom Kunden) gewünschten Ideal entspricht. Stichwort krumme Dinger. Hier sind wir alle gefragt, den eine Krumme Möhre schmeckt genauso gut wie ein gerade oder?
  • brauchen wir 7 Sorten Frische Milch im Aldi, wie sieht ein sinnvolles Warenangebot aus?
  • Ernährung und praktische Ernährungsbildung sprich Kochen, gehört (für mich) auf den Lehrplan und ist meiner Meinung nach ebenso wichtig, wie die in Zukunft benötigten digitalen Fähigkeiten. Nur mit den entsprechenden Fähigkeiten wird die nächste Genration dazu befähigt der Lebensmittelindustrie entgegen zu treten als mündiger Konsument
7 Sorten Frische Milch – Wo beginnt der Luxus?

Wir wollen und müssen was fürs Klima tun. Bauern sollen von Ihrer Arbeit leben können und Tiere deren Lebenszweck darin besteck uns zu Schmecken sollen ein artgerechtes Leben bis zur Schlachtung haben. Das gibt es aber nicht umsonnst. Dem Steht unsere Geiz ist Geil Mentatlität entgegen. Wenn Flesich billiger als Gemüse zu haben ist läuft was schief. Hier ist jeder Einzelne gefragt und wir die Konsumenten haben einen Einfluss – machen wir ihn geltend.

In der WirtschaftsWoche ist dazu ein interessantes Interview mit Peter Feindt, Professor für Agrar- und Ernährungspolitik an der Humboldt-Universität in Berlin zu lesen.

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