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Kaiserschmarrn – Hüttenzauber für zu Hause

Nach schweißtreibendem Aufstieg erreichst du die Hütte. Du genießt den Ausblick, doch die Begeisterung über die Weite und gute die gute Luft hält nicht lange an – der kleine Hunger klopft an.
Jetzt ein Kaiserschmarrn, ob mit oder ohne Rosinen, egal. Luftig lockerer Pfannkuchen, bestäubt mit Puderzucker und serviert mit Vanillesauce. Das lässt die Mühen des Aufstiegs vergessen und ist einfach nur himmlisch.

Aufgrund der fehlenden urigen Hütte und in Ermangelung des Alpenpanoramas werden wir das Geschmackserlebnis zu Hause nicht 1:1 abbilden können, aber es lohnt den Kaiserschmarrn in Angriff zu nehmen. Spätestens wenn du ein Stück des außen zart krossenund innen fluffigen Kaiserschmarrns im Mund hast beginnt der Hüttenzauber.

Zutaten

  • für 5-7 Portionen je nach Pfannengröße
  • 6 Eier (getrennt)
  • 250 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 50 g Butter, geschmolzen
  • 2 El Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 50 g Puderzucker
  • auf Wunsch 2-3 EL Rosinen
  • Öl oder Butterschmalz für die Pfanne
  • Apfelmus, Zimtzucker oder Vanillesauce zum Servieren

Küchenhardware

  • Rührschüssel
  • Mixbecher
  • Handmixer & Schneebesen
  • Pfanne mit Pfannenwender
  • Auflaufform zum Warmhalten

Zubereitung

Wenn du Rosinen magst, leg diese für 1-2 Stunden in Rum oder wenn Kinder mitessen Wasser ein, damit diese schön weich und aromatisch werden.

Weiter geht es mit dem Teig. Die Eier trennen. Das Eigelb kommt in die große Schüssel, das Eiweiß geht extra in den Mixbecher. Ich trenne die Eier nacheinander über einem kleinen Schälchen und gebe das erfolgreich getrennte Eiweiß nach jeder erfolgreichen Eitrennung in den Mixbecher. Diesen Extra Schritt wähle ich, denn wenn beim 4 Ei das Eigelb mit in den Eiweißmixbecher kommt, kann ich aus dem Eiweiß keinen Eischnee mehr schlagen, da das Eigelb dies verhindern würde.

In die große Schüssel gebe ich nun den Zucker, die geschmolzener Butter samt der Milch dazu und während alles mit dem Mixer verquirlst wird lasse ich das Mehl langsam reinriseln um Klümpchen zu vermeiden. Wenn gewünscht, gebe ich die Rosinen in den Teig.

Mit den gesäuberten Rührbesen schlage ich das Eiweiß, zu dem ich noch eine Prise Salz gebe auf höchster Stufe zu Eischnee. Der Eischnee ist fertig, wenn er so fest ist, dass ich ihn schneiden kann.
Den Eischnee hebe ich mit dem Schneebesen Stück für Stück unter den Teig. Bitte nicht mit dem Mixer einrühren, der würde den Eischnee nur zerstören.

Ab in die Pfanne

Die Pfanne aufheizen und etwas Butterschmalz oder Öl in die Pfanne geben. Dann eine Portion Teig einfüllen und falls nötig, die Pfanne etwas schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig in der Pfanne verteilt. Die Teighöhe in der Pfanne ist ca. 1 cm.

Kaiserschmarrn

Wenn der Teig auf der Oberseite langsam fest wird wende ich den Teigfladen mithilfe eines Pfannenwenders. Nachdem der Teig auch auf der Unterseite kurz gebacken / gebraten wurde zupfe bzw. zerstückele ich den Pfannkuchen mit Hilfe des Pfannennwenders.

Kaiserschmarrn Stückelen

Die Kaiserscharrnstücke bestreue ich nun mit Puderzucker, den ich mit einem Teelöffel durch das Teesieb drücke / reibe. Der Puderzucker karamellisiert auf dem Pfannenboden und sorgt für mehr Aroma.

Der Puderzucker karamellisiert in der Pfanne

Ich schwenke die Schmarrnstücke nochmal durch die Pfanne, damit sie den karamellisierten Puderzucker aufnehmen gebe den Kaiserschmarrn auf einen Teller und serviere ihn sofort oder wenn ich Kaiserschmarrn für mehrere Personen vorbereite in eine Auflaufform, die ich bei 80-100°C im Backofen warmhalte bis genug Kaierschmarrn für allee gebrutzelt ist.

Jetzt mit Apfelmus oder Vanillesauce servieren und fertig ist die Jause.

Kalte Hundeschnauze – du liebst sie oder du liebst sie nicht

Für die einen eine genussvolle Reise in ihre Kindheit. Für die anderen eine kalorienreiche Entgleisung.

Komischer Name komische Zutaten? Kalte Hundeschnauze besteht im Wesentlichen aus Zucker, Kokosfett und Kakao. Diese Mischung verspricht ein besonders schokoladiges Geschmackserlebnis und geht in Richtung Seelentröster, sollte aber wie alle Süßigkeiten nur in Maßen verzehrt werden.

Mit Ei oder mit ohne Ei?
Bei rohem Ei in Süßspeisen ist Vorsicht geboten. Rohes Ei kann in seltenen Fällen Salmonellen übertragen, die Durchfallerkrankungen nach dem Verzehr auslösen können. Mehr dazu hier.
Wenn du folgende Dinge beachtest, minimierst du das Risiko: Nur frische Eier verwenden, den Kuchen immer im Kühlschrank aufbewahren und möglichst bald aufbrauchen. Alternativ nimmst du das Rezept ohne Ei.
Die Variante mit Ei, Kaffee und Vanille-Rum-Extrakt ist mein persönlicher Favorit, weil sie aromatisch dichter und abwechslungsreicher mit zarterem Schmelz, die Variante ohne Ei aussticht.
Die Rezepte gibt unten als PDF.

Kalte Hundeschnauze – klassisch mit Ei

Du brauchst für eine Kastenform

  • 250 g Kokosfett (Traditionell wird Palmin verwendet, du kannst aber auch jedes andere feste Kokosfett nehmen)
  • 250 g Puderzucker
  • 1 Packung Butterkekse (200-250 g)
  • 2 frische Eier
  • 70 g Kakao (Echter Kakao / Backkakao)
  • 3-4 El. starker Kaffee
  • 1-2 El. Vanillerum

Küchenhardware

  • Kastenform (26 -30 cm Länge)
  • Backpapier
  • Mixer mit Rührwerk
  • kleiner Kochtopf

Zubereitung

  1. Kokosfett im Topf schmelzen lassen und abkühlen lassen.
  2. Puderzucker mit den beiden Eiern schaumig rühren. Vanillerum und Kaffee zugeben und den Kakao mit dem Handmixer unterrühren.
  3. Jetzt langsam das geschmolzene Kokosfett in kleinen Portionen zugeben und mit dem Handmixer in die Schokomasse einrühren.
  4. Eine Kastenform mit Frischhaltefolie oder Backpapier, welches kurz unter dem Wassserhahn geknüllt wurde auslegen und eine Schicht Schokomasse einfüllen und darauf eine Lage Butterkekse legen. Diese Schritte wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
  5. Die Kalte Hundeschnauze mit den Folienresten zudecken und in den Kühlschrank stellen. Am besten über Nacht durchziehen lassen und dann ein Stück Kalter Hund mit einem Glas Milch servieren.
Eine Schicht besser als die Andere

Kalter Hund ohne Ei

Zutaten

  • 250 g Kokosfett
  • 250 g Puderzucker
  • 150 g Zartbitterkurvertüre
  • 150 ml Vollmilch
  • 50 g Kakaopulver (Echter Kakao / Backkakao)
  • 200-250 g Butterkekse (1 Packung)
  • Prise Salz

Zubereitung

  1. Die Milch in einem Topf erwärmen. Die kleingehackte Kurvetüre mit dem Kokosfett zugeben und unter rühren darin schmelzen.
  2. Nun den Puderzucker und den Kakao einrühren.
  3. Eine Kastenform mit Frischhaltefolie oder Backpapier, welches kurz unter dem Wassserhahn geknüllt wurde auslegen. Dann eine Schicht Schokomasse einfüllen und darauf eine Lage Butterkekse legen und wieder mit Schokomasse bedecken und so weiter bis Kekse und Schokomasse aufgebraucht sind.
Super schokoladig – einfach gut

Den kalten Hund am besten für eine Nacht oder einen halben Tag im Kühlschrank kalt stellen und dann mit einem Glas Milch genießen. Die Mischung aus süßer Schokomasse mit Keks und einem frischen Glas Vollmilch vertreibt alle Wolken und lässt die Sonne aufgehen.

Die Rezepte gibt es hier zum Download

Russischer Zupfkuchen

Schmeckt immer – als Geburtstagskuchen oder zur Kaffeetafel

Das Beste aus zwei Welten. Schokolade trifft Käsekuchen.

Wem Käsekuchen allein zu langweilig ist bekommt hier die ideale Mischung. Unheimlich leckere Mischung aus knusprigen Schokoladenteig mit cremigen Käsekuchen. Dazu ein Glas kalte Milch und ich bin mit der Welt versöhnt. Die Rezeptkarte hier als Download.

Der Kuchen lässt sich gut vorbereiten und schmeckt nach 1-2 Tagen noch besser als frisch gebacken.
Auch lässt sich der Russische Zupfkuchen prima mit Kindern backen. Mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine können sie den Teig und die Käsefüllung anrühren und zum Schluss die Zupfen auf der Füllung verteilen.

Zutaten

  • Für den Boden & die Zupfen
  • 400 g Mehl
  • 200 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 1 Ei
  • 40 g Kakao (echtes Kakaopulver)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung

  • 500 g Magerquark (die Menge an Butter bringt genug Fett & Geschmack mit)
  • 250 g weiche Butter
  • 220 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 1/2 Zitrone, Saft & abgeriebene Schale
  • 1 Prise Salz

Küchenhardware

  • Handmixer / Küchenmaschine
  • Rührschüssel
  • Waage
  • Springform 28 cm Durchmesser, 26 cm geht auch, Kuchen wird dann etwas höher
  • Teigschaber

Zubereitung des Zupfkuchen

Wir starten mit dem Boden. Mehl, Zucker, Kakao und Backpulver in eine Schüssel geben und mischen. Dann das Ei und die weiche Butter zugeben und gut verrühren. Der Teig ist recht trocken und bleibt krümmelig.

Fest und krümmelig ist hier okay.


Den Teig jetzt aufteilen. 2/3 des Teiges für Boden und Rand und 1/3 des Teiges für die Zupfen beiseite stellen.
Die Form gut einfetten. Etwas Butter auf ein Küchentuch geben und einreiben.
Das Teigstück für Boden und Rand nochmals aufteilen. 2/3 für den Boden nehmen und den Rest für den Rand beiseite legen.

Nun den Teig auf dem Boden legen und mit den Fingern flach drücken oder den Boden der Springform rausnehmen und den Teig mit dem Nudelholz gut einen halben Zentimeter dick ausrollen und überstehenden Teig mit dem Messer abschneiden.


Den zur Seite gelegten Teig zusammendrücken, damit er eine feste Masse wird und dann zu Teigrollen formen.

Teigschlangen für den Rand

Die Schlangen in die Form an den Rand legen und mit dem Daumen andrücken. So bekommst du schnell deinen Schokorand, der die leckere Füllung abschließt.

Zubereitung der Füllung. Den Quark, Zucker, weiche Butter und Vanillepuddingpulver samt Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale mit dem Mixer zügig verrühren.
Die Füllung in die Springform geben und mit den Schokozupfen garnieren. Hier gibt es zwei Varianten. Manche verteilen die Krümmel auf dem Belag. Wenn der Teig etwas mehr die Konsistenz wie ein Mürbeteig hat kann dieser in größere Stücke/ Flocken auf die Füllung gezupft werden (bis esslöffelgroß).

Die Form bei 175°C mit Ober- Unterhitze für 50 Minuten auf der zweiten Schiene von unten in den Ofen geben. Nach 50 min. den Backofen austellen und den Kuchen noch 10 min. in der Nachwärme ruhen lassen.

Am besten eine Nacht durchziehen lassen, dann entfaltet sich das volle Aroma. Ein Kuchen der am 2. oder 3. Tag noch besser schmeckt. Das Problem daran ist nur – so alt muss er erst mal werden.

Das Rezept ist aus dem Wilnsdorfer Kochbuch entlehnt. Einem von der katholischen Frauengemeinschaft zusammengetragenes Kochbuch aus dem Siegerland. Wo das Rezept herkommt weiß keiner so genau, nur das es nicht aus Russland kommt ist sicher.

Eignet sich prima als Geburtstagskuchen

Gebrannte Mandeln

Wenn eine Ladung gebrannte Mandeln fertig ist und der verführerische Duft über den Weihnachtsmarkt oder die Kirmes zieht ist es vorbei. Gebrannte Mandeln müssen sein. Sie sind einfach unwiderstehlich mit ihrer Mischung aus einer Mandel, umhüllt von einer knusprig, zimtig-süßen Zuckerkruste.
Nicht für jeden Tag, nicht für lockere Plomben aber zum Genießen genau richtig.

Die Wenigsten haben einen mit Brenner und Motor betriebenen Kupferkessel wie auf dem Weihnachtsmarkt zu Hause, dennoch ist es gar nicht so schwer gebrannte Mandeln zu Hause selbst hinzubekommen.

Klappt auch prima mit Kindern.

Wichtig: Zuckermasse und Pfanne werden sehr heiß – Verbrennungsgefahr. Kinder bitte nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Rezeptkarte als Download / Druckversion:

Was du für eine große Portion(Familiengröße) gebrannte Mandeln brauchst

Zutaten

  • 200 g Mandeln
  • 200 g Zucker
  • 2 gehäufte Teelöffel Zimt
  • 50 ml Wasser

Küchengeräte

  • Pfanne mit min. 5 cm Rand
  • Kochlöffel
  • Waage & Messbecher
  • Backblech
  • Butterbrottüten zum Verpacken oder Dose für die Aufbewahrung

Zubereitung der Gebrannten Mandeln

Eine hitzebeständige Pfanne auf den Herd stellen und Wasser, Zucker und Zimt hineingeben. Herd auf Vollgas stelle,n bis die Mischung sprudelt und sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Mandeln zugeben und langsam weiter rühren damit das Wasser weiter reduziert wird. Die ganze Wohnung fängt an herrlich zu riechen…

Mandeln im Zuckersud
Die Zucker-Zimtmasse ist anfangs noch recht flüssig
Gebrannte Mandeln Anfang
Geduldiges Rühren ist gefragt

Langsam wird die Mnadel-Zucker-Masse immer dickflüssiger, bis sie schließlich zäher wird und alle Flüssigkeit verdampft ist. Es bildet sich wieder eine krümmelige Masse.

Wenn das Wasser verkocht ist wird die Masse wieder krümmelig, an den Mandeln klebt aber nur wenig Zimtzucker.

Jetzt die Hitze auf mittlere Stufe zurückdrehen, damit der Zucker nicht verbrennt. Ab und zu rühren und der Zimtzucker fängt an zu karamellisieren (wird wieder flüssig). Die Mandeln jetzt gut weiter rühren, damit sich der flüssige Zimtzucker an die Mandeln bindet und die übrigen Zimtzuckerkrümel an den Mandeln kleben bleiben.

Die Zimtzuckerkrümmel karamellisieren langsam und kleben an den Mandeln mit den Restlichen Krümmeln fest. Eine herrliche Zimtzuckerkruste entsteht.

Die gebrannten Mandeln sind jetzt fertig und werden auf ein Blech zum Abkühlen gegeben. Manchmal bilden sich Mandelhaufen, diese können beim Abkühlen einfach mit dem Kochlöffel zerschlagen werden.

Jetzt die Mandeln in Tütchen füllen, fertig ist die Leckerei. Eignet sich gut als Mitbringsel.
Hier die Rezeptkarte als Download oder Druckversion im PDF.

Butterbrottüten, mit eigenen Malereiens ind die perfekte Geschenkverpackung

Tipp: In der Pfanne und am Kochlöffel bleiben oft Zuckerkrusten zurück. Die Pfanne mit Wasser füllen, den Kochlöffel dazu und alles gut einweichen lassen. Der Zucker löst sich über Nacht und am nächsten Morgen einfach ausspülen – fertig.