Rhabarber-Himbeer-Streuselkuchen

Rhabarberkuchen Zutaten
Photo by Maximilian Zahn on Unsplash

Knuspriger Streusel, trifft auf saftige Füllung und lockeren Boden. Ein süß sauerer Genuss.

Im Frühjahr ist Rhabarber die erste saisonal und regional verfügbare Obstsorte, meist noch vor den deutschen Erdbeeren. Pur ist er zu sauer, doch in einen Kuchen eingebacken mit krossem Streusel ist das Zusammenspiel von Süße und Säure richtig lecker.

Da Hefeteig immer etwas Mehr Arbeit und Zeit braucht mache ich auf einem Blech gleich zwei Kuchen. Eine Seite mit Rhabarber-Himbeer-Streusel und die andere Hälfte als Butterkuchen mit Mandelplättchen. Eben Halb & Halb. Das hat den Vorteil, dass die Rharbarbergegener auch was leckeres abbekommen.

Wenn du weniger Esser und weniger Zeit hast kannst du einen Rührteig als Basis nehmen, der mit Rhabarber-Himbeer-Streusel belegt in einer Springform gebacken wird. Das Rezept findest du am Ende des Beitrags. Hier lang.

Rezept für ein Backblech mit Hefeteig

Zutaten

Hefeteig für den Boden

  • 500 g Mehl Typ 550 (Typ 405 geht auch, 550 backt besser)
  • 180 ml lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe (21g)
  • 75 g weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Obstfüllung (für 1/2 Blech)

  • 400 g geschälter Rhabarber
  • 150 g Himbeeren (gefroren)

Streusel (für 1/2 Blech)

  • 180 g Butter
  • 250 g Mehl (alternativ 125 g Haferflocken, 125 g Mehl)
  • 100 g Zucker
  • 25 g Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 75 g gemahlene Mandeln
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Prise Salz

Butterkuchenbelag

  • 100 g kalte Butter
  • 100 g Zucker
  • 100 g gehobelte Mandeln

Küchenhardware

  • Küchenmaschine mit Knethaken
  • 2 mittelgroße Schüsseln für geschnittenes obst und eine für den Streusel
  • Schneidbrett mit Gemüsemesser
  • Backblech mit Backpapier
  • Waage

Zubereitung

Der Hefeteig.
Mehl, weiche Butter, Salz und Ei kommen in die Rührschüssel der Küchenmaschine. In die Milch gibst du den Zucker und die Hefe und verrüst alles gut. Die Milchmischung kommt in die Rührschüssel, wo alle Zutaten für 2 Minuten langsam mit einander verrührt werden. Dann nochmal eine Stufe höher stellen und solange kneten bis ein glatter und weicher Teig entstanden ist. Dauert ca 5-7 Minuten.
Die Schüssel mit einem Deckel oder einem feuchten Handtuch abdecken, damit der Teig nicht antrocknet und für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Während die Hefe arbeitet und den Teig aufgehen lässt kannst du die Zeit nutzen und den Rhabarber und die Streusel vorbereiten.
Nach dem sich das Teigvolumen verdoppelt hat knetest du den Teig kurz durch und rollst ihn auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech aus. Jetzt 15 Minuten warten mit dem Belegen und alles wird gut.
Die Rharbarberfüllung. Die Schale vom Rhabarber abziehen und die Stangen in 1-2 cm lange Stücke schneiden. Wie du den Rahbarer am besten schälst erfährst du in dem Beitrag der Apfelkuchen, der auch Rhabarberkuchen sein kann.

Die Streusel. Alle Zutaten bis auf die Butter in eine Schüssel geben und mischen. Jetzt die Butter in kleinen Stücken zugeben alles verkneten bis eine streuselige Masse entsteht. Bei Seite stellen bis sie gebraucht werden.

Belegen und Backen

Du ziehst mit einem Messer eine Linie in der Hälfte des Backblechs und fängst an den Kuchen zu belegen. Die eine Hälfte mit dem Rhabarber, den Himbeern und den Streuseln.

Rhabarber-Himbeerbelag

In die andere Hälfte drückst du mit dem Finger im Abstand von 5 cm kleine Löcher in den Teig in die du die in dünne Scheiben geschnittene Butter legst. Dann die gehobelten Mandel auf dem Teig verteilen und alles ordentlich mit Zucker bestreuen. Wenn alles fertig ist kommt der Kuchen für 30 Minuten bei 200°C Ober- Unterhitze auf die untere Schiene in den Ofen.

Mit einer Portion Sahne serviert ist der Nachmittag gerettet.

Das Rezept für ein Backblech Halb & Halb. Ein halbes Blech mit Rhabarber-Himbeer-Streusel und die andere Hälfte als Butterkuchen auf der Grundlage eines Hefeteigs.

Rezept für Halb & Halb gibt es hier als PDF zum Download oder ausdrucken.

Das Rezept für eine halbes Blech / Auflaufform Rhabarber-Himbeer-Streuselkuchen mit Rührteigboden.

Das Rezept mit Rührteig für eine Springform:

Küchentipp Nr. 9: Eiweiß einfrieren

Du hast Eiweiß übrig von der selbst gemachten Aioli oder Sauce Hollandaise?

Klar das Eiweiß eignet es sich gut für Kuchen und Baiser aber nicht immer backst du gleich.
Also wohin mit dem Eiweiß?

Einfrieren? – Ja einfrieren!

Übrig gebliebenes Eiweiß kannst du prima einfrieren. Einfach in einen Gefrierbeutel oder Gefrierbox füllen und ab in den Tiefkühler. Bei Minus 18 ° C hält sich sich das Eiweiß bis zu 10 Monate und kann nach dem Auftauen ganz normal Steif geschlagen werden. Bitte nur für Speisen benutzen, die gut durch erhitzt werden (Thema Küchenhygiene & Salmonellan, etc.)

Küchentipp Nr. 8: Das Schüttelglas – der kleine Küchenhelfer

Geschüttelt - nicht gerührt

Wenn du Salat magst, ist ein Schüttelglas genau das richtige für dich. Alle Zutaten ins Glas, schütteln und fertig ist dein Dressing. Ob Vinaigrette oder Johurtdressing, ein Schüttelglas ist der perfekte Helfer in deiner Küche. Du brauchst kein Schneebesen zum Verrühren der Zutaten und hast gleich den passenden Aufbewahrungsbehälter für übrig gebliebenes Dressing.

Das Gute daran, es kostet dich nicht mal was. Einfach ein leeres Marmeladenglas nehmen. Je nachdem für wie viele Leute du Dressing zubereitet nimmst du ein kleines oder größeres Glas.

Tipp: Da das Schüttelglas als Aufbewahrungsbehälter für das Dressing im Kühlschrank dient, kannst du gleich die doppelte Menge Dressing für zwei Tage machen und sparst Zeit.
Im Kühlschrank hält sich das frische Dressing 2-3 Tage.

Zum Weiterlesen und Weiterkochen

Feldsalat mit Granatapfelkernen
Feldsalat mit Balsamico Honig Dressing und Granatapfelkernen
Chinakohlsalat

Chinakohlsalat – knackig milder Salat, der auch Kindern schmeckt

Wackelpudding – natürlich lecker

Der Kindheitsnachtisch schlecht hin. Die Farbe und das glibrige Gewackel im Schälchen – herrlich. Da geriet der Geschmack beim Wackelpudding fast zur Nebensache.

Wackelpudding angerichtet
Wackelpudding

Das Zaubertütchen
Als ich meinen ersten Wackelpudding selbst gemacht habe und das magische Pulver aus dem Tütchen rieseln ließ, stellte ich beim Blick auf die Zutatenliste schnell fest: Der wunderbare Wackelpudding besteht aus Wasser, das mit Hilfe von Gelatine im Zusammenspiel von Zucker, Farbstoff und Aromen in Götterspeise verwandelt wird. Die Geschmacksrichtungen waren intensiv, aber eher künstlich. Waldmeistergeschmack mit natürlichem Waldmeisteraroma so hin zu bekommen no way!

Dabei ist Wackelpudding gar nicht so schwer selbst zu machen. Du brauchst ein Geliermittel und einen leckeren Fruchtsaft, dann kannst du auf künstliche Aromen und Farbstoffe verzichten. Als Geliermittel eignen sich Gelatine, aus tierischen Produkten hergestellt wird und Agar Agar als pflanzliches Geliermittel.

Zutaten für 4 Personen

  • 0,5 l Fruchtsaft. Fruchtgehalt möglichst hoch aber ohne Fruchtfleisch dafür mit schöner Farbe wie bei Schwarzer Johannisbeere, Mango oder Kirsch
  • 6 Blatt Gelatine oder die vegane Alternative Agar Agar nach Packungsanweisung (auch Argartine genannt)
  • 1-2 El Zucker (der kalte Fruchtsaft als Wackelpudding schmeckt weniger süß)

Küchenhardware

  • Topf
  • Messbecher
  • Schneebesen
  • 4 Dessertschälchen oder 1 mittelgroße Schüssel

Zubereitung

Mit Gelatine

Gelatineblätter in ausreichend kaltem Wasser für 10 Minuten einweichen. Nach dem Einweichen die glitschigen Gelatineblätter leicht ausdrücken und zum bereits im Topf befindlichen Fruchtsaft geben.


Die Mischung erwärmen, bis die Gelatine sich komplett aufgelöst hat. Bitte nicht kochen, das wirkt sich negativ auf die Gelierfähigkeit aus. Den Wackelpuddingsaft in Dessertschälchen aufteilen oder eine Schale füllen und für 5-6 Stunden im Kühlschrank gelieren lassen. Am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Mit pflanzliche Alternative mit Agar Agar

100 ml Fruchtsaft in einen kleinen Topf füllen und die für 500 ml entsprechende Menge Agar Agar Pulver mit dem Schenneeebesen einrühren. Zum Kochen bringen und für 1-2 Minuten kochen lassen. Die heiße Masse in den verbliebenen Fruchsfat einrühren. Entweder aufteilen oder in der Schale fest werden lassen.

Vorteil, der Wackelpudding geliert mit Agar Agar schneller und kann bereits nach 1-2 Stunden serviert werden. Allerdings reagiert Agar Agar empfindlicher auf Säure in den verwendeten Zutaten. Mein Wackelpudding löste sich nach 24 Stunden zunehmend auf, aber solange muss er ja gar nicht halten. Einfach ausprobieren und entsprechend anpassen.

Mangowackelpudding mit Sahne

Hefezopf

Zopf

Weiches, süßes Brot mit leichtem Hefegeschmack. Der Hefezopf eignet sich für die Kaffeetafel genauso gut wie für das gemütliche Wochenendfrühstück.

Dies ist ein Rezept für einen unkomplizierten Hefeteig, ohne Vorteig ohne extra lange Gehzeiten von 8-12 Stunden. Das Ergebnis entspricht der 80:20 Regel und mein Schwiegervater mag den Hefezopf besonders gern.

Hefezopf

Schmeckt so gut – da braucht es nur Butter

Schmeck so gut, da braucht es nur etwas Butter und wer mag noch etwas Marmelade.
Gebacken mit dem universellen Hefeteig. Der eignet sich nicht nur für Zopf, er kann auch gut für Zimtschnecken oder als Boden für einen Pflaumenkuchen (dann reicht das halbe Rezept) verwendet werden.

Hefezopf

Das Rezept ergibt einen großen oder zwei kleine Zöpfe.

Zutaten

  • 500 g Mehl (550 er)
  • 1/2 Würfel = 20 g frische Hefe
  • 75 g Butter weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 170 ml handwarme Milch
  • 1 Ei für den Teig
  • 1 Ei verqirlt mit 2-3 El Milch zum Bestreichen des Zopf
  • 1 Prise Salz
  • 1 halbe Zitrone, davon die abgeriebene Schale
  • evtl. Hagelzucker

Küchenhardware

  • Küchenmaschine oder Handmixer mit Knethaken
  • große Schüssel mit Deckel oder Frischhaltefolie
  • Backblech mit Backpapier
  • Back-Pinsel

Zubereitung

  1. Die Hefe mit dem Zucker in die Milch geben und gut verrühren. Dann die Mischung in die Rührschüssel füllen und Mehl und EI dazu geben und alles auf kleiner STufe für 4-5 Minuten zu einem homogenen Teig kneten lassen
  2. Wenn der Teig gut vermischt ist gibst du die weiche B utetr hinzu und lässt sie von der Küchenmaschine einarbeiten. Nach weiteren 5 Minuten ist der Teig fertig und du kannst ihn abgedeckt an einem warmen Ort für 1 Stunde aufgehen lassen.
  3. Nachdem der Teig sein Volumen verdoppelt hat, knetest du ihn nochmal kurz durch. Gerne per Hand und du teilst ihn in drei gleichgroße Stücke.
  4. Die Stücke rollst du zu 50 cm langen Teigschlangen indem du beim Rollen die Hände V-förmig auseinander streben lässt / über den Teig rollen lässt.
  5. Die Stangen legst du nun der Länge nach von dir weg nebeneinander und flechtest die Schlangen zu einem Zopf. Die Teig-Enden ziehst du übereinander und schiebst sie unter den Zopf, damit sie zusammen bleiben.
  6. Deinen Zopf hebst du am besten mit Hilfe einer dritten / vierten Hand auf ein mit Backpapier ausgelegets Backblech wo er nochmal für 30-60 Minuten in Ruhe aufgehen kann. Damit der Teig nicht austrocknet deckst du ihn mit einem feuchten Geschirrtuch oder Frischhaltefolie ab. Lieber mehr Zeit geben, denn wenn du dem Teig nicht genug Zeit gibst reißt er im Ofen stärker auf

7. Nachdem der Teig ein 2. mal gegangen ist bestreichst du ihn mit der Mischung aus einem verquirlten Ei mit 2-3 Esslöffel Milch. Das geht am einfachsten mit einem Backpinsel. Diese Ei-Milch-Mischung sorgt für eine glänzende und glatte Oberfläche. Wer mag kann noch Hagelzucker auf den Zopf streuen bevor er in den Ofen kommt.

Hagelzucker auf dem Zopf

Tipp

  • Dem Teig beim zweiten Gehen genug Zeit zum Aufgehen geben. Sonst geht der Hefeteig im Ofen extraschnell auf und reisst stark.
  • Du magst lieber kleinerer Hefezöpfe? Dann halbiere den Teig und mach aus jeder Hälfte 3 Teigschlangen zum Flechten.
  • Wenn du Platz im Gefrierfach hast kannst du den Zopf prima einfrieren und sparst Kücheaufräumen & Zeit.
Stärker aufgerissen – trotzdem lecker
Hefezopf
Frischer Hefezopf mit Hagelzucker

Chinakohlsalat – knackiger Salat, den auch Kids mögen

Chinakohl der knackige Salat für Groß und Klein

Salat und Kinder finden nicht immer gleich zueinander. Dabei liegt es meiner Erfahrung nach nicht immer am Geschmack, solange nicht bittere Varianten wie Chicoree genutzt werden. Die Farbe und das Mundgefühl, dass der gewählte Salat mitbringt können ebenso wichtig sein. Große, grüne Salatblätter stehen nicht gerade hoch im Kurs, sie sind langweilig und unförmig. Viel Kauarbeit für wenig Action im Mund. Eisbergsalat, Gurke und der hier gewählte Chinakohlsalat sind wesentlich knackiger und machen mehr Spaß beim Kauen.

Der Chinakohl ist die ideale Mischung aus zarten Blätter, die dennoch nicht langweilige sind wegen ihre krausen Oberfläche. Dazu kommen die knackigen Blattstiele, die den gewünschten Crunch im Mund und mitbringen. So entsteht das stimmige Mundgefühl.

Ein Joghurtdressing in Verbindung mit Maiskörnern runden das Geschmackserlebnis ab und sind geschmacklich wie optisch ein kleines upgarde.

Zutaten für 4 Personen

  • 300 g Chinakohl (als Beilage)
  • 3-4 gehäufte Esslöffel Maiskörner aus der Dose / Glas
  • 2 Esslöffel Joghurt oder Saure Sahne
  • 1 Esslöffel frische Kräuter (Petersilie, Dill oder Tiefkühl-Kräutermischung)
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1-2 Teelöffel Essig
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Teelöffel mittelscharfer Senf

Küchenhardware

  • großes Küchenmesser mit Schneidbrett
  • Salatschüssel
  • Schüttelglas
  • Ess- & Teelöffel

Zubereitung

Dressing

Du gibst alle Zutaten für das Dressing in dein Schüttelglas, machst den Deckel drauf und schüttelst die das Glas, bis sich alle Zutaten zu einem homogen Dressing verbunden haben.

Salat

Je nach Zahl der Esser bzw. der Salatkopfgröße entfernst du die erste, äußere Lage der Salatblätter und viertelst oder halbierst den Chinakohlkopf. Dann legst du den Slatkopf quer zur dir auf ein großes Schneidbrett und schneidest 05,-1 cm breite „Scheiben“ wie beim Brot ab.. Das das geht am Besten mit einem großen Messer. Die Blätter zerfallen in mundgerechte Stücke, da sie nicht mehr zusammengehalten werden.

Die geschnittenen Salatblätter kannst du noch einmal in einer Schüssel mit Wasser geben und anschließend mit der Salatschleuder trocken schleudern. Meist sind die Blätter des Chinakohl aber so dicht gewachsen, dass sie sowieso kein Dreck enthalten.

Den geschnittenen Chinakohl gibt du nun die Salatschüssel, je nach Geschmack gibst du 2-4 Esslöffel abgetropfte Maiskörner hinzu. Kurz vor dem Servieren verteilst du das Dressing darüber, rührst die Mischung einmal durch und hast einen frischen und knackigen Salat.

Variation: Du kannst natürlich auch rote Spitzpaprika in fein geschnittenen Ringen in den Salat mischen.

Tipp: Um zeit zu sparen und da der Chinakohl aufgrund seiner Größe von1-3 kg pro Salatkopf für mehrere Portionen Salat reicht kannst du gleich die doppelte Menge Dressing machen. So sparst du am nächsten Tag Zeit und musst nur den Salat waschen und kleinschneiden und bist ratz fatz fertig. Der restliche Chinakohl eignet sich aufgrund seiner kurzen Garzeit gut für Pfannengerichte wie asiatisch-gebratene Nudeln.

Tipp: Wer mag kann den Chinakohlsalat mit Babyspinat und Paprikaringen ergänzen.

Babyspinat und Paprikaringe als upgrade

Kaiserschmarrn – Hüttenzauber für zu Hause

Nach schweißtreibendem Aufstieg erreichst du die Hütte. Du genießt den Ausblick, doch die Begeisterung über die Weite und gute die gute Luft hält nicht lange an – der kleine Hunger klopft an.
Jetzt ein Kaiserschmarrn, ob mit oder ohne Rosinen, egal. Luftig lockerer Pfannkuchen, bestäubt mit Puderzucker und serviert mit Vanillesauce. Das lässt die Mühen des Aufstiegs vergessen und ist einfach nur himmlisch.

Aufgrund der fehlenden urigen Hütte und in Ermangelung des Alpenpanoramas werden wir das Geschmackserlebnis zu Hause nicht 1:1 abbilden können, aber es lohnt den Kaiserschmarrn in Angriff zu nehmen. Spätestens wenn du ein Stück des außen zart krossenund innen fluffigen Kaiserschmarrns im Mund hast beginnt der Hüttenzauber.

Zutaten

  • für 5-7 Portionen je nach Pfannengröße
  • 6 Eier (getrennt)
  • 250 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 50 g Butter, geschmolzen
  • 2 El Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 50 g Puderzucker
  • auf Wunsch 2-3 EL Rosinen
  • Öl oder Butterschmalz für die Pfanne
  • Apfelmus, Zimtzucker oder Vanillesauce zum Servieren

Küchenhardware

  • Rührschüssel
  • Mixbecher
  • Handmixer & Schneebesen
  • Pfanne mit Pfannenwender
  • Auflaufform zum Warmhalten

Zubereitung

Wenn du Rosinen magst, leg diese für 1-2 Stunden in Rum oder wenn Kinder mitessen Wasser ein, damit diese schön weich und aromatisch werden.

Weiter geht es mit dem Teig. Die Eier trennen. Das Eigelb kommt in die große Schüssel, das Eiweiß geht extra in den Mixbecher. Ich trenne die Eier nacheinander über einem kleinen Schälchen und gebe das erfolgreich getrennte Eiweiß nach jeder erfolgreichen Eitrennung in den Mixbecher. Diesen Extra Schritt wähle ich, denn wenn beim 4 Ei das Eigelb mit in den Eiweißmixbecher kommt, kann ich aus dem Eiweiß keinen Eischnee mehr schlagen, da das Eigelb dies verhindern würde.

In die große Schüssel gebe ich nun den Zucker, die geschmolzener Butter samt der Milch dazu und während alles mit dem Mixer verquirlst wird lasse ich das Mehl langsam reinriseln um Klümpchen zu vermeiden. Wenn gewünscht, gebe ich die Rosinen in den Teig.

Mit den gesäuberten Rührbesen schlage ich das Eiweiß, zu dem ich noch eine Prise Salz gebe auf höchster Stufe zu Eischnee. Der Eischnee ist fertig, wenn er so fest ist, dass ich ihn schneiden kann.
Den Eischnee hebe ich mit dem Schneebesen Stück für Stück unter den Teig. Bitte nicht mit dem Mixer einrühren, der würde den Eischnee nur zerstören.

Ab in die Pfanne

Die Pfanne aufheizen und etwas Butterschmalz oder Öl in die Pfanne geben. Dann eine Portion Teig einfüllen und falls nötig, die Pfanne etwas schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig in der Pfanne verteilt. Die Teighöhe in der Pfanne ist ca. 1 cm.

Kaiserschmarrn

Wenn der Teig auf der Oberseite langsam fest wird wende ich den Teigfladen mithilfe eines Pfannenwenders. Nachdem der Teig auch auf der Unterseite kurz gebacken / gebraten wurde zupfe bzw. zerstückele ich den Pfannkuchen mit Hilfe des Pfannennwenders.

Kaiserschmarrn Stückelen

Die Kaiserscharrnstücke bestreue ich nun mit Puderzucker, den ich mit einem Teelöffel durch das Teesieb drücke / reibe. Der Puderzucker karamellisiert auf dem Pfannenboden und sorgt für mehr Aroma.

Der Puderzucker karamellisiert in der Pfanne

Ich schwenke die Schmarrnstücke nochmal durch die Pfanne, damit sie den karamellisierten Puderzucker aufnehmen gebe den Kaiserschmarrn auf einen Teller und serviere ihn sofort oder wenn ich Kaiserschmarrn für mehrere Personen vorbereite in eine Auflaufform, die ich bei 80-100°C im Backofen warmhalte bis genug Kaierschmarrn für allee gebrutzelt ist.

Jetzt mit Apfelmus oder Vanillesauce servieren und fertig ist die Jause.

Özdemir’s Ramschpreis Vorstoß

Zum Jahresabschluss 2021 noch ein paar Gedanken zum Thema Lebensmittel und Wertschättzung. die Herr Özdemir mittlerweile (Grüner) Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, durch seine Äußerungen zum Thema Lebensmittel Ramschpreise losgetreten hat.

Zwei Dinge stören mich an der Diskussion eher gesagt dem Shitstorm.
1. Wir empören uns lieber als das wir dem anderen Zuhören und uns auf ein Diskussion einlassen wollen. Mir scheint es es geht mehr darum das meine Meinung bestätigt wird, und nicht darum, gemeinsam weiter zu kommen in der Sache, um die es geht. So spielt die Äußerung von Herrn Özdemir aus dem gleichen Interview, Vorgaben für die gesündere Zusammensetzung von Fertigprodukten anzustreben kaum eine Rolle, wobei diese zu begrüßen ist.
Hier noch ein unaufgeregter Artikel aus der Zeit zum Thema.
2. Wir schreien gleich immer unfair! wie kleine Kinder. Nur weil sich was ändert und wir denken wir haben einen Nachteil dadurch.

Alles hängt mit Allem zusammen

Das sich was ändern muss steht für mich außer Frage. Was und wie darüber kann diskutiert werden. Solange es eine Diskussion ist. Denn auch billige Lebensmittel haben ihren Preis. Den bezahlen die Bauern, die Tiere und die Umwelt, auch wenn dieser in dem Killo Schweinschnitzel für 7,58€ bei Aldi Süd nicht eingepreist ist. Ob es um Tierwohl, Überdüngung oder Antibiotikaresistenzen geht. Die negativen Auswirkungen unseres luxuriösen Lebensstil kommen früher oder später zu uns zurück und die zahlen wir alle. Bewusst oder unbewusst.

Ja Lebensmittel, vor allem Grundnahrungsmittel sollten nicht nur für sog. besserverdinenende Bio-Deutsche erschwinglich sein, aber es gibt viele Stellschrauben um Lebensmittel sinnvoll zu nutzten und deren Produzenten Wertschätzung entgegen zu bringen. Der Preis ist eine davon.

  • jährlich landen 75kg Lebensmittel Pro Person im Müll. Davon sind laut Verbraucherzentrale ca 44% vermeidbar: durch bessere Lagerung, gezielteren Einkauf und besserer Resteverwertung. Dies entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel
  • Millionen Tonnen an Gemüse und Obst landen nicht im Handel, weil es nicht dem (vom Kunden) gewünschten Ideal entspricht. Stichwort krumme Dinger. Hier sind wir alle gefragt, den eine Krumme Möhre schmeckt genauso gut wie ein gerade oder?
  • brauchen wir 7 Sorten Frische Milch im Aldi, wie sieht ein sinnvolles Warenangebot aus?
  • Ernährung und praktische Ernährungsbildung sprich Kochen, gehört (für mich) auf den Lehrplan und ist meiner Meinung nach ebenso wichtig, wie die in Zukunft benötigten digitalen Fähigkeiten. Nur mit den entsprechenden Fähigkeiten wird die nächste Genration dazu befähigt der Lebensmittelindustrie entgegen zu treten als mündiger Konsument
7 Sorten Frische Milch – Wo beginnt der Luxus?

Wir wollen und müssen was fürs Klima tun. Bauern sollen von Ihrer Arbeit leben können und Tiere deren Lebenszweck darin besteck uns zu Schmecken sollen ein artgerechtes Leben bis zur Schlachtung haben. Das gibt es aber nicht umsonnst. Dem Steht unsere Geiz ist Geil Mentatlität entgegen. Wenn Flesich billiger als Gemüse zu haben ist läuft was schief. Hier ist jeder Einzelne gefragt und wir die Konsumenten haben einen Einfluss – machen wir ihn geltend.

In der WirtschaftsWoche ist dazu ein interessantes Interview mit Peter Feindt, Professor für Agrar- und Ernährungspolitik an der Humboldt-Universität in Berlin zu lesen.

Feldsalat mit Honig Balsamico Dressing

Feldsalat mit Granatapfelkernen

Frische, nussige Salatblätter, feine Süße und im Winter saisonaler Salat, der nicht aus dem Gewächshaus kommt. Geht das? Das geht!
Feldsalat ist einer der wenigen Salate, die Kälte unempfindlich sind und auch bei niedrigen Temperaturen bei uns wächst. Er hat von November bis März Saison und zeichnet sich durch seinen leicht nussigen Geschmack aus und enthält wenig Bitterstoffe, was ihn auch für Kids interessant macht. Das milde Dressing, welches geschmacklich durch das Olivenöl, den Balsamico und die feine Honigsüße eine tolle geschmackliche Tiefe mitbringt, ist die Alternative zu Blattsalaten aus dem Gewächshaus oder aus Spanien.

Wird der Feldsalat als Beilage gereicht, brauchst du für 3-4 Personen ca. 100-150 g – hängt wie immer von den Essgewohnheiten deiner Mitesser ab. Als Beilagensalat rechnet man oder Frau ca. 40 g pro Person.

Zutaten

  • 100 -150 g Feldsalat, am besten bereits geputzt
  • 5 El Ölivenöl
  • 2 El Balsamico Essig
  • 1 El normalen Essig
  • 1 TL Honig
  • 1 Tl Salat
  • 1 Granatapfel bei Bedarf

Küchenhardware

  • Schüssel zum Waschen und Servieren des Salates
  • Salatschleuder
  • Kochmesser oder Nudelholz
  • Schüttelglas für das Salatdressing

Zubereitung

Feldsalat. Den Salat nochmal waschen, alte Blätter und Verschmutzungen aussortieren und in der Salatschleuder möglichst trocken schleudern. Hast du groß gewachsene Feldsalatröschen gekauft, kannst du den Feldsalat am unteren Ende, wo die Blätter zusammengewachsen sind kürzen und die Röschen zerfallen in einzelne mundgerechte Blätter.

Dressing. Ich bevorzuge für das Mischen des Dressing ein Schüttelglas. Einfach ein altes Schraubglas (schmales Marmeladengals) mit Deckel nehmen und alle Zutaten hineingeben, zuschrauben und ordentlich schütteln, bis sich alle Zutaten zu einer homogenen Dressing verbunden haben. Wenn du festen Honig nutzt, kann es etwas länger dauern bis er sich auflöst. Immer wieder mal schütteln, oder den Püriersttab nehmen. Alternativ das Glas für ein paar Sekunden in die Mikrowelle stellen, in den erwärmten Zutaten löst sich der Honig leichter.
Das Schüttelglas hat gleich mehrer Vorteile. Du brauchst keinen Schneebesen zum Verrühren des Dressings in der Salatschüssel. Du kannst das Dressing in kleinen Portionen zu deinem Salat zugeben, damit er nicht in der Salatsauce ersäuft und was vom Dressing übrig bleibt muss nicht umgefüllt werden, es kann gleich für den Nachschlag oder den nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Upgrade Granatapfelkerne

Das Balsamico-Honig-Olivenöl-Dressing ist schon richtig lecker. Willst du deinen Salat noch ein wenig verfeinern, sind Granatapfelkerne eine gute Wahl. Der süß-säuerliche Geschmack passt super zum Feldsalat und durch die tiefrote Farbe der Kerne sind sie ein echter Hingucker auf dem Teller.
Wie komme ich an die leckeren Kerne?

Granatapfel
Granatapfelkerne – tolle Farbe- toller Geschmack


Die Schale des Granatapfel einschneiden und mit einem stabilen Messer aufhebeln. Die Granatapfelhälfte mit den Kernen nach unten in eine Handfläche legen und über eine große Schüssel halten. Nun mit einem Messergriff oder einem leichten Nudelholz auf die Schale schlagen. Die Kerne lösen sich durch die Schläge aus der Schale und wenn du die Finger etwas spreizt, fallen sie gleich in die Schüssel. Dabei immer wieder die Granatapfelhälfte drehen, damit du alle Kerne erwischst. Hört sich komplizierter an als es ist. Einfach ausprobieren und nach 1-2 Granatäpfeln hast du den Dreh raus. Probierst du es das erste Mal, zieh am besten nicht dein Bestes Hemd an, der Granatapfelsaft macht schnell Flecken.

Upgrade für Eilige

Wenn es schnell gehen muss kannst du einfach Sonneblumenkerne über den Feldsalat streuen. Sie passen geschmacklich ebenfalls gut und haben einen hohen Anteil an gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Wer mehr Farbe und Vitamine haben möchte schneidet noch Paprikaringe dazu und kann Babyspinat dazu geben.

Feldsalat
Feldsalat mit Paprikaringen & Spinat

Tipp
Nutze ein ausreichend großes Schüttelglas, so kannst du gleich die doppelte Menge Salatsauce machen und sparst dir beim nächsten Salat Zeit und Arbeit. Das Dressing hält im Kühlschrank problemlos 4-5 Tage.

Küchentipp Nr.7: Wohin mit dem Zwiebelrest?

Jeder kennt es. Wenn du nicht gerade für die Großfamilie kochst und Zwiebel an das Gericht kommt bleibt eine Zwiebelhälfte übrig.

Zum Wegschmeißen ist der Zwiebelrest der meist ja noch aus einer eine ganzen Hälfte besteht zu Schade und in Frischhaltefolie verpackt riecht am nächsten Tag der ganze Kühlschrank nach Zwiebel.

Glasklare Lösung

Du kannst natürlich bei Tupper schauen, die haben für alles ein Töpfchen ;-), aber im Normalfall reicht auch ein Sturzglas mit breiter Öffnung (T82=82 mm) aus. Die Seitenwände sind glatt ohne verjüngende Öffnung, ideal zum Stürzen, daher der Name Sturzglas. So bekommst du die Zwiebel problemlos wieder aus dem Glas. Oft werden in diesen Gläsern Wurst, Brotaufstriche oder Marmeladen verkauft. Also einfach beim nächsten Einkauf mal eins kaufen, leer essen und das Glas weiternutzen

Zwiebel im Glas

Den Deckel makiere ich mit einem Edding oder Aufkleber, da der Deckel den Zwiebelgeruch aufnimmt und ich ihn nicht aus versehen auf ein Marmeldenglas schrauben möchte.

Also Zwiebelreste ins Schraubglas – zuschrauben und ab in den Kühlschrank. Wenn die Zwiebel aufgebraucht ist kommt das Glas in die Spülmaschine und wartet auf die nächste Zwiebel.